Fußballtraining zu Corona-Zeiten: Ein Erfahrungsbericht der U11 des SVR

Von U11-Trainer Sascha Gaul

Endlich rollt der Ball also seit 3 Wochen wieder! So weit, so gut. Bis es losging, gab es seitens des Vereins aber einige Dinge zu klären. Es galt, die sprunghaften Erklärungen der Landesregierung zu den Abstandsregeln zu deuten und sich auch Infos vom DFB dazu einzuholen.

Der Verein verfasste ein umfassendes Hygienekonzept, stellte dieses den Trainern in einem Online-Meeting vor und ließ es sich von der Stadt absegnen.

Meine U11 "durfte" den Testbetrieb einläuten und als erste auf den Platz. Den Eltern wurden die Regeln vorab erklärt und darauf hingewiesen, dass niemand gezwungen wird, am Training teilzunehmen. Was gibt es zu den Regeln zu sagen? Im Prinzip lässt es sich - wie überall heutzutage - auf einen Nenner bringen: Haltet Abstand.

corona training 1
"Mannschaftsfoto" oder doch eher Suchbild der U11 des SVR: Jeder Spieler hat einen fest vorgegebenen Platz neben dem Spielfeld.


Ich selbst schätze das Risiko, sich im Freien - bei Einhaltung der Abstände - anzustecken, als relativ gering ein. Ich achte beim Training also auf die ausreichende Distanz und suche die Übungen dementsprechend aus. Das Internet ist ja derzeit voll von solchen Übungen.

Doch trotzdem ist es für mich ein größerer Aufwand, das Training vorzubereiten. Konnte man früher zwischen den Umbaupausen die Kids einfach mal unbeaufsichtigt was "bolzen" lassen, so bemühe ich mich nun, alle Übungen schon vorher auf dem Platz zu markieren.

Dass wir nun immer zwingend einen halben Platz pro Team haben, erleichtert dies ungemein. Immerhin ein kleiner, positiver Effekt des Ganzen Szenarios, auch wenn sich die Trainingszeiten dadurch geändert haben. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass ich jetzt immer eine gute Ausrede ob des nun sehr umfangreichen Technik- und Passtrainings habe. Die Defizite hier kann ich nun ausgiebig trainieren lassen....

Und die Kinder? Die Trainings wurden freudig erwartet und der Zuspruch ist jede Woche groß. Die Kids halten sich meist an die Abstände und sind voller Freude wieder auf dem Platz. Alleine dafür hat sich der Aufwand gelohnt!

Wir hoffen nun, dass wir auch bald - wie 1150 Meter weiter in NRW bereits erlaubt - mit 5 gegen 5 "richtig" spielen können. Ob wir jedoch im August/September in die für uns neue D-Saison bei 9 gegen 9 einsteigen können, bleibt weiterhin offen.